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MEDIENMITTEILUNG


Keine einheitlichen Fondstrends für 2009


Die heftige Börsenkrise ist nicht spurlos an der Fondsindustrie vorbeigegangen. Während das vergangene Jahr durch eine Flucht der Investoren in risikolose Anlagen geprägt war, präsentieren sich die Aussichten für das laufende Jahr uneinheitlich. Eine aktuelle Umfrage des Fondsspecials des Magazins «Anlagetrends» unter Anlageexperten führt zu keinen klar ersichtlichen Trends.


Zürich, 27. Januar 2009 – Im vergangenen Jahr kannten die internationalen Finanzmärkte nur eine Richtung – abwärts. Zu den Anlageklassen mit den höchsten Verlusten zählten die Aktienanlagen – allen voran die Aktienmärkte Russland, Emerging Europe, Indien und China. Die einzige Anlageklasse, die sich dem allgemeinen Abwärtstrend einigermassen entziehen konnte, waren die Staatsanleihen. Allerdings sind in den vergangenen Monaten so viele Gelder in diesen Sicherheit versprechenden Sektor geflossen, dass inzwischen ein akuter Anlagenotstand herrscht und die Vermögen kaum mehr zu attraktiven Konditionen angelegt werden können.


Eine exklusive Umfrage des Magazins «Anlagetrends» unter namhaften Fondsanbietern zeigt vor allem eines: Die erste globale Rezession seit dem zweiten Weltkrieg wird auch im Jahr 2009 das dominierende Thema bleiben. Viele negative Meldungen sind jedoch bereits in den Aktienkursen eskomptiert, so dass laut Experten eine Bodenbildung im Gange ist. Am positivsten stehen die Spezialisten den Aktienanlagen gegenüber. Immerhin rechnen sie insgesamt für den Heimmarkt Schweiz sowie für die Regionen Nordamerika, Japan und für vereinzelte Emerging Markets wieder mit steigenden Kursen. Für die Obligationen prognostizieren sie hingegen eine Seitwärtsbewegung.


Auffallend an der diesjährigen Umfrage sind der fehlende Konsens der Experten und die vielen, teils sogar gegensätzlichen, Meinungen. Während etwa Vontobel den Schweizer Obligationen gegenüber pessimistisch eingestellt ist, rechnen AXA Investment Managers und Fisch Asset Management mit steigenden Preisen (siehe Tabelle auf Seite 30). Schuld daran sind nicht zuletzt die nach wie vor hohen Volatilitäten, die wir zurzeit in den Märkten beobachten.

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